Anrechnung auf IHK-Zertifikatslehrgang Senior BAV-Spezialist

Die versicherungsförmigen Durchführungswege bieten, vor allem dank ihrer Sonderstellung im §1a BetrAVG eine gute und mittlerweile gängige betriebliche Altersversorgung und dies seit gut 12 Jahren deutlich intensiver. Auf dem Markt werden standardisierte versicherungsförmige Produktlösungen angeboten, welche es bisweilen auch Nichtexperten ermöglichen eine isolierte Beratung zu einem Produkt eines Durchführungsweges anzubieten. Die Bewertung und Einordnung solcher Angebote in das Gesamtgefüge obliegt dann dem Arbeitgeber. Gerade in diesem Zusammenhang sei auf die Subsidiärhaftung des Arbeitgebers verwiesen. Arbeitnehmer können die Direktversicherung verlangen, um ihr Recht auf Entgeltumwandlung wahrzunehmen. Aufgrund dieser Spannungsfelder bedarf es einer exakten Kenntnis der versicherungsförmigen Durchführungswege.

Inhalte

Exkurs- Grundlagen der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland

  • Kennzahlen der BAV
  • Zusageformen der BAV
  • Finanzierungsformen der BAV (AG-/AN-/Mischfinanziert)
  • Durchführungswege allgemein

Direktversicherung als Durchführungsweg

  • Einführung in die Direktversicherung
  • Arbeitsrechtliche Besonderheiten der Direktversicherung
  • Steuerrechtliche und bilanzielle Regelungen für den Arbeitgeber
  • Steuer- und abgabenrechtliche Behandlung beim Arbeitnehmer
  • Sonderfall: Die Liquidationsversicherung
  • Vorteile einer Direktversicherung

Pensionskasse als Durchführungsweg

  • Einführung in die Pensionskasse
  • Arbeitsrechtliche Besonderheiten der Pensionskasse
  • Steuerrechtliche und bilanzielle Regelungen für den Arbeitgeber
  • Steuer- und abgabenrechtliche Behandlung beim Arbeitnehmer
  • Vorteile einer Pensionskasse

Pensionsfonds als Durchführungsweg

  • Einführung in den Pensionsfonds
  • Arbeitsrechtliche Besonderheiten des Pensionsfonds
  • Steuer- und abgabenrechtliche Behandlung beim Arbeitnehmer
  • Steuerrechtliche und bilanzielle Regelungen für den Arbeitgeber
  • Vorteile eines Pensionsfonds
    – Exkurs: Auslagerung von Pensionsverpflichtungen auf den Pensionsfonds
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Tarifgestaltung
  • Garantieprodukt
  • Kapitalanlageprodukt mit Nachschussverpflichtung
  • Steuer- und abgabenrechtliche Behandlung beim Arbeitnehmer
  • Steuerrechtliche und bilanzielle Regelungen für den Arbeitgeber
  • Vorteile der Auslagerung auf einen Pensionsfonds

Wichtige Regelungen und spezifische Besonderheiten der versicherungsförmigen Durchführungswege, hinsichtlich:

  • Gesetzlicher Unverfallbarkeit
  • Vorzeitiger Altersleistung
  • Portabilität
  • Insolvenzsicherung
  • Abfindung
  • Auskunftsanspruch, Beratung und Information
  • Anpassung der Rentenleistung
  • Versorgungsausgleich
  • Unternehmensverkauf
  • Durchführungswegewechsel

Ihr Nutzen
Mit diesen Kenntnissen werden Sie bei der Einrichtung und oder Veränderung einer entsprechenden Versorgung das passende Angebot erkennen und insbesondere bei der Übertragung bestehender Ansprüche wertvolle Entscheidungshilfen geben können. Durch das Seminar werden Sie in der Lage sein die verschiedenen Konstellationen, welche sich durch die zurückliegenden gesetzlichen Änderungen ergeben haben zu überblicken. Dadurch sind Sie auch für die vor Ihnen liegenden Veränderungen gut gerüstet.

Trainer

Oliver Möbs Volljurist (Ass.jur.)
ist seit 10 Jahren deutschlandweit in der Beratung und Betreuung von Unternehmen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung (bAV) und verwandter Gebiete tätig. In der täglichen Beratungspraxis beschäftigt er sich mit allen strategischen, konzeptionellen, juristischen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen von Unternehmen im komplexen Themenfeld der bAV. Dazu gehören auch die Einführung, Neuordnung und laufende Betreuung von Versorgungswerken im Durchführungsweg „Direktversicherung“. Herr Möbs tritt als Referent bei Tagungen auf und weist eine mehrjährige Mitautorentätigkeit von Fachpublikationen im Bereich der bAV vor.