Heute „im Interview“: Astrid Winderl, Pädagogin mit Ausbildungen in Gesprächsführung und Supervision/Coaching (DGSv), Mediatorin, erfahrene Trainerin für Führungskräfte und Changemanagement, lizensierte Beraterin für den Golden Profiler of Personality (GPOP) und für den INSIGHTS MDI®.

Die bisherige Berufserfahrung bzw. die Vita eines Referenten/ einer Referentin ist heutzutage leicht im Internet zu finden. Daher möchten wir Ihnen unsere Referentin Frau Winderl an dieser Stelle anhand einiger „persönlichen“ Fragen vorstellen. Wir wünschen ein angenehmes Kennenlernen!

Liebe Frau Winderl, in welchem Themenbereich sind Sie als Trainerin für die ASB Akademie tätig?

Ich betätige mich überwiegend in den Themenfeldern „Führung, Kommunikation und Konfliktmanagement“.

Seit wann arbeiten Sie als Trainer/in und wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?

Bevor ich mich vor ca. 20 Jahren selbstständig gemacht habe, leitete ich die Fort- und Weiterbildungsabteilung der Steigenberger Hotels AG. Bei der Gelegenheit stellte ich fest, dass ich nicht nur gerne Konzeptionen erstelle, sondern dass es mir auch richtig Freude macht, „in der Bütt“ zu stehen, selbst Workshops zu leiten und das Lernen von und in Gruppen zu fördern.

Was ist Ihr Motto, nach dem Sie als Trainerin arbeiten?

Frei nach Hans-Olaf Henkel: „Mitarbeiter bzw. Menschen im Allgemeinen können sehr viel: Wenn man sie weiterbildet, wenn man ihnen die Werkzeuge gibt, vor allem aber, wenn man es ihnen zutraut.“ Von dieser positiven Annahme und dem Grundbedürfnis nach Wachstum und Weiterentwicklung eines Jeden bin ich überzeugt, angepasst an die individuellen Ressourcen und das jeweils benötigte Lerntempo. Dazu gehören für mich selbstverständlich auch ein respektvoller und wertschätzender Umgang.

Was macht Ihnen an Ihrer Tätigkeit am meisten Freude?

Mir macht die Arbeit mit zum Teil sehr unterschiedlichen Menschen und Gruppen großen Spaß. Gerade die Unterschiedlichkeit, die vielen kreativen (und zum Teil kuriosen) Lösungen und Strategien, die Menschen wählen, um ihr Leben zu meistern, finde ich faszinierend.

Es macht mir Freude, wenn Teilnehmer/innen erkennen, dass tatsächlich jede/r und damit auch sie, Talente und Potenziale mitbringt. Ich bestärke sie darin, diese auch zu sehen und zu nutzen. Meine gruppendynamische Ausbildung ist sehr hilfreich, eine Arbeitsatmosphäre und ein Lernklima zu schaffen, das Teilnehmer/innen ermutigt, sich einzulassen und miteinander in Interaktion zu treten. Wir lachen sehr viel, das entspannt. Lernen fällt dadurch leichter und macht darüber hinaus auch noch Spaß. Es ist regelrecht beglückend zu erleben, wenn dieser Prozess in Gang kommt und wir miteinander in einen echten Kontakt treten.

Was ist das Wichtigste, das Sie Ihren Teilnehmer/innen vermitteln möchten?

Ich möchte Impulse und Anregung geben – an zu jeder Zeit funktionierende Patentrezepte glaube ich nicht. Mir ist es wichtig, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu vermitteln, sich zu trauen, auch mal eine andere Perspektive einzunehmen, die berühmte Komfortzone zu verlassen, neue Wege auszuprobieren und zu gehen. In diesem Kontext fällt mir ein wunderbares Zitat des Naturwissenschaftlers Georg Christoph Lichtenberg ein: „Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, könnte eine Gans nach Hause bringen.“

Direkt zum Seminar „Konfliktmanagement – Erfolgreiche Gespräche in Konfliktsituationen“
mit unserer Trainerin Frau Astrid Winderl.

Wie gelingt der Transfer des Erlernten in den Arbeitsalltag aus Ihrer Sicht am besten?

Üben – üben – üben. Gleich jetzt anfangen. Sich nicht entmutigen lassen, wenn’s beim 1. Mal nicht klappt. Dranbleiben (s.o.), frei nach dem Motto von Ingrid Steeger: „Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug.“

Jeder weiß, dass eine Fertigkeit wie z.B. das Erlernen einer Sprache, eines Instruments, eines Handwerks, Auto fahren, schwimmen etc. nicht vom Himmel fällt. Die Fertigkeit muss trainiert, nahezu automatisiert werden. Das trifft ganz besonders auf die Änderung jahrelanger Verhaltensweisen zu – insbesondere dann, wenn sie für die Person mit unangenehmen Gefühlen verbunden ist.

Wenn mir z.B. das Austragen von Konflikten unangenehm ist und meine Strategie bisher Konfliktvermeidung war, wird auch der Besuch eines Seminars „Erfolgreiches oder strategisches Konfliktmanagement“ nicht dazu führen, dass ich künftig mit Begeisterung auf jeden Konflikt reagiere, womöglich sogar geradezu danach suche. Der Besuch eines solchen Seminars kann jedoch dazu beitragen, dass ich „Handwerkszeug“, also praxiserprobte Tools in die Hand bekomme, die es mir ermöglichen, vorbereitet in mir unangenehme Situationen zu gehen.

Je häufiger ich diese Instrumente anwende, desto sicherer werde ich im Umgang damit. Das wiederum wird mittel- und langfristig dazu führen, dass die unangenehmen Gefühle zwar möglicherweise noch da sind, jedoch an Heftigkeit verlieren.

Was sollten die Teilnehmer/innen tun, um bestmöglich von einem Seminarbesuch zu profitieren?

Für die Teilnehmer/-innen bringt ein Seminar erfahrungsgemäß dann den größten Erfolg, wenn sie ein konkretes Anliegen/eine konkrete Fragestellung zur Veranstaltung formulieren und mitbringen. Warum? – Sie haben damit ein konkretes Ziel und können die Zielerreichung leichter überprüfen.

Ein Beispiel: Statt „Besserer Umgang mit Konflikten“ wäre ein konkretes Ziel besser, wie  „Ich will Tools und Instrumente mitnehmen, um mich auf heikle Gespräche gut vorbereiten zu können.“

Wann ist ein Seminar für Sie gut verlaufen? / Über welches Teilnehmer-Feedback freuen Sie sich am meisten?

Ich lege großen Wert darauf, in der Bearbeitung des jeweiligen Themas die „mitgebrachten“ Anliegen der Teilnehmer/innen einzubeziehen. Das tue ich, indem ich den Inhalt der Veranstaltung mit vielen Beispielen aus der Praxis „unterfüttere“, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Transfer zu ihrem eigenen (Berufs-) Umfeld zu erleichtern und indem ich jedes formulierte Teilnehmeranliegen individuell anspreche. Da ich auch ausgebildeter Coach bin, ist das in der Regel eine Art Praxisberatung. Wenn ich im abschließenden Feedback die Rückmeldung bekomme, dass die Teilnehmer/innen viele Anregungen und Impulse mitnehmen können, dass sie konkrete Hilfestellung erfahren haben, dass sie motiviert sind, Neues anzugehen und dass die unterhaltsame und praxisorientierte Art der Darstellung ihnen das Lernen erleichtert hat, dann bin ich zufrieden. Wenn es heißt, die Zeit sei wie im Flug vergangen und die Teilnehmer/innen haben sich in der Gruppe wohl gefühlt, dann habe ich einen richtig guten Job gemacht.

Direkt zum Seminar „Konfliktmanagement – Erfolgreiche Gespräche in Konfliktsituationen“
mit unserer Trainerin Frau Astrid Winderl.

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